Pressemeldungen

Havas Media Corona Monitor untersucht das veränderte Medien-Verhalten und die Akzeptanz von Werbung in der Corona Krise

Das Coronavirus hat Deutschland fest im Griff und versetzt alle in einen Ausnahmezustand. „Social Distancing“, die überwiegende Arbeit im Home Office und die Aufforderung zu Hause zu bleiben, haben zwangsläufig auch eine Auswirkung auf das Nutzungsverhalten der Medien in der deutschen Bevölkerung. Inwieweit sich dieses als auch die Akzeptanz von Werbung in Zeiten von Corona verändern wird, untersucht Havas Media mit einer repräsentativen Onlinebefragung – dem Havas Media Corona Monitor. Das Ergebnis: Der Informationsbedarf der 14-69-jährigen ist höher denn je. Dabei genießen in Bezug auf Corona Updates die klassischen TV-Nachrichten das größte Vertrauen.

Frankfurt, 23. März 2020:

Der Havas Media Corona Monitor ermittelt per Umfrage, wie sich das Nutzungsverhalten von Medien in der 14-69-Jährigen Bevölkerung aufgrund des Coronavirus verändert hat. Wie entwickelt sich die Nutzungsdauer als auch der -grund für die einzelnen Media Kanäle im Corona Ausnahmezustand? Welche Auswirkungen hat der Virus auf das Vertrauen in die Medien? Welche Rolle nimmt Online Shopping ein, wenn die Geschäfte schließen? Wie ist der Alltag im Home Office und auf was freuen sich die Deutschen am meisten in der Zeit nach der Krise?

Der Havas Media Corona Monitor ist in mehreren wöchentlichen Befragungswellen aufgesetzt. Ziel ist zu zeigen, wie sich Stimmung, Mediennutzung und Akzeptanz von Werbung im Laufe der aktuellen Situation verändern. Die Befragung wird als repräsentative Onlinebefragung mit respondi durchgeführt. In der ersten Befragungswelle vom 17. bis 19. März wurden 500 Menschen zwischen 14 und 69 Jahren befragt.

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die Kernergebnisse der Befragung.

Steigender Informationsbedarf und Vertrauen in die klassischen Medien.

News sind so beliebt wie nie. Der vermehrte Informationsbedarf führt zu einer Steigung der Mediennutzung, vor allem Online als auch im TV (Steigerung um 40% bzw. 36%). 89% der 14-69-Jährigen informieren sich mehrmals täglich zu den neuesten Entwicklungen rund um das Virus. Je älter, umso höher der Informationsbedarf. Die klassischen TV-Nachrichten genießen dabei das höchste Vertrauen. Weit abgeschlagen sind Social Media und Podcasts. Trotz dem durchschlagenden Erfolg der täglichen Reihe mit Virologe Christian Drosten.

Online-Shopping boomt 

Der Virus ändert auch unser Shoppingverhalten und könnte den Lebensmittellieferdiensten endlich zum Durchbruch verhelfen. Ein Viertel der Befragten, die in der letzten Woche Onlineshopping gemacht haben, haben in der letzten Woche Lebensmittel online geshoppt. Darüber hinaus kann sich knapp die Hälfte derjenigen, die dies bisher noch nie gemacht haben, vorstellen den Wocheneinkauf in der Corona-Krise online zu erledigen.

Werbung wird weiterhin akzeptiert

Und wie sieht es mit Werbung aus? Die Mehrheit der Befragten findet es in Ordnung, wenn Unternehmen weiter werben, solange die eigentlichen Kernaufgaben im Vordergrund stehen. Werbung, die die Corona-Thematik aufgreift, wird dabei sogar als äußerst positiv wahrgenommen. Vorsicht ist jedoch geboten, wenn das Virus genutzt wird, um sich in ein besseres Licht zur rücken. Darüber hinaus zeigen offene Abfragen in der Umfrage, dass Konsumenten es Marken hoch anrechnen würden, wenn die Werbebilder an die aktuelle Situation angepasst würden, anstatt eine glückliche Parallelwelt aufzuzeigen.

Arbeit im Home Office doch nicht so schlimm

In Woche 1 des Havas Media Corona Monitors arbeiten 38% der Befragten im Home Office. Dabei hat die Mehrheit an Personen, die regelmäßig oder hin und wieder von zu Hause arbeiten, ihren Schreibtisch im Büro gegen den Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden eingetauscht. Neu ist das Home Office dennoch für viele: 16 Prozent der Befragten arbeiten aufgrund der aktuellen Situation zum ersten Mal von zu Hause aus.  Knapp die Hälfte gibt an, im Home Office genauso gut arbeiten zu können wie im Büro. Ein Drittel kann in den eigenen vier Wänden sogar effizienter arbeiten. Fazit: Das Home Office funktioniert, ist aber einsam, da man die Kollegen und z.B. gemeinsame Mittagspausen vermisst.

Vorfreude auf die Zeit nach der Krise

Auch wenn vermutlich die Reisebranche derzeit am meisten leidet, kann sie sich auf einen Kundenansturm einstellen, sobald das Schlimmste überstanden ist. 55 Prozent geben an, sich darauf zu freuen, nach der Krise wieder verreisen zu können. Noch größer ist nur die Vorfreude darauf, sich wieder mit Freunden und Familie zu treffen und anstatt zu Hause zu sitzen, Restaurants und Bars zu besuchen.