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Havas Media Corona Monitor – Wunsch nach Normalität nach einem Monat in Corona-Isolation

Im Corona Ausnahmezustand kehrt langsam Normalität ein – und Medien profitieren weiterhin. Inwieweit sich das Medienverhalten sowie vom Virus betroffene Lebensbereiche in der Corona-Krise verändern, untersucht Havas Media wöchentlich mit einer repräsentativen Onlinebefragung – dem Havas Media Corona Monitor. Die Highlights aus der vierten Woche:

Die Quarantäne hält an und ebenso die hohe Nutzung der verschiedenen Medien . Über Ostern erfreuen sich vor allem Onlinemedien einer verstärkten Nutzung – vor allem zur Kommunikation mit der Familie. Dies gilt auch für die Generation 50+, die durch Corona wohl einen großen Schritt in Richtung Digitalisierung gemacht hat. Überhaupt ist nicht alles schlecht. Es gibt viele Innovationen und die kommen an! Autokinos eröffnen an vielen Orten in Deutschland und werden von der Bevölkerung dankbar angenommen.
Werbung wird auch derzeit voll akzeptiert. Problemlöser Werbung kommt am besten an, aber so langsam freut man sich auch über ein wenig Normalität. Das zeigt auch das deutlich gestiegenen Shopping Interesse, insbesondere von Kleidung. Größere Skepsis herrscht hingegen bei Reisen und kostspieligeren Anschaffungen.
Und nach Corona? Ein großes Comeback von Sparern ist jedoch noch nicht in Sicht. Die meisten Befragten schätzen ihre zukünftigen Konsumausgaben ähnlich denen vor Corona ein. Auch glauben die meisten, dass sich ihre Mediennutzung normalisieren wird und sie wieder ins Büro gehen, statt aus dem Homeoffice zu arbeiten. Onlineshopping wird aus Sicht der Befragten jedoch auch nach Corona von größerer Bedeutung bleiben.

 

 

Frankfurt, 20. April 2020:

Der Havas Media Corona Monitor ermittelt per Umfrage, wie sich die 14-69-jährige Bevölkerung an die Corona Krise anpasst. Dafür untersucht der Havas Media Corona Monitor in wöchentlichen Befragungswellen wie sich das Verhalten und die Stimmung der Deutschen verändert – sowohl in Bezug auf ihr Medien-nutzungsverhalten als auch auf das alltägliche Konsumverhalten und die Stimmung der deutschen Bevölkerung. Befragt werden jeweils 500 Menschen zwischen 14 und 69 Jahren mittels einer repräsentativen Onlinebefragung mit respondi. Die vierte Befragungswelle erfolgte vom 14. bis 16. April, die vorigen vom 31. März bis zum 2. April, sowie vom 24. bis 26. und vom 17. bis 19. März.

Nachfolgend erhalten Sie einen Überblick über die Kernererkenntnisse der vierten Befragungswelle.

Online als Kommunikationskanal für die Familie über Ostern

Bei konstant hoher Medianutzung steigt die Internetnutzung (inklusive Social Media) über die Osterfeiertage im Gegensatz zu TV und Streaming um 8 Prozent weiter an. In letzteren galt über Ostern die Devise: weniger News, dafür mehr Filme & Serien. Das Internet wurde dagegen vor allem genutzt, um den Liebsten trotz räumlicher Distanz nahe zu sein. Über 90 Prozent der Befragten standen über Ostern dank WhatsApp und Videotelefonie mit der Familie in Kontakt.
Besonders betroffen die Risikogruppe der Generation 50+. Diese verdoppelte ihre Online Nutzung im Vergleich zur 1. Befragungswelle. Die Risikogruppe ist sich der Gefahr bewusst, weswegen 91 Prozent an Ostern zuhause geblieben sind und haben auf Besuch verzichtet haben. Stattdessen haben Telefon (61%) und Videochat (25%) den persönlichen Kontakt ersetzt.
Facebook kämpft aktuell mit sinkenden Nutzerzahlen, um die Generation 50+ muss sich der Online Gigant aber vorerst keine Sorgen machen. Im Gegenteil: 57 Prozent der Befragten hat in der letzten Woche Social Media Dienste genutzt. Für Facebook im speziellen liegt eine Steigerung um 48% im Vergleich zur 1. Corona Befragung vor.

Kino neugedacht

Diesen Sommer kein Kinoprogramm? Oh doch! In einigen Städten eröffnen aktuell Autokinos, was auf deutschlandweites Interesse stößt. Insbesondere die 14-29 Jährigen mutieren in der COVID-19 Krise zu Autokino-Fans: 35 Prozent waren bereits während der Corona-Zeit im Auto-Kino – Retro Feeling unter Sternenhimmel inklusive. Vor Corona waren es lediglich 14 Prozent. 57 Prozent können sich außerdem einen zukünftigen Besuch vorstellen.

Neue Einkaufsgewohnheiten etablieren sich

Das Corona Auswirkungen auf unser Einkaufsverhalten hat, war in den letzten Wochen nicht nur aufgrund der Hamsterkäufe ersichtlich. Mittlerweile gehen 46 Prozent der Befragten nur noch einmal pro Woche einkaufen. Das ist eine Steigerung um 175% im Vergleich zum „normalen“ Einkaufsverhalten. Darüber hinaus verschiebt sich der Wocheneinkauf vom Wochenende unter die Woche. Samstag ist nicht mehr der beliebteste Einkaufstag, sondern liegt im Vergleich sogar leicht hinter den regulären Wochentagen.

Auf den Extra-Gang zur Drogerie nach dem Wocheneinkauf wird zunehmend verzichtet. Stattdessen wird vermehrt online geshoppt. Auch wenn Drogerieartikel weniger häufig gekauft werden, bleiben die Befragten ihren Lieblingsmarken treu. Einen Markenwechsel aufgrund der Corona Beschränkungen lehnen viele ab.

Nicht nur Drogerieartikel, sondern das Online Shopping im generellen boomt und stieg im Vergleich zum Beginn der Befragung um 92 Prozent an. Dabei dominiert Amazon den Online-Shoppingmarkt über alle Kategorien hinweg. Fashion bleibt weiterhin Spitzenreiter. Aber: 72% der Befragten geben an nach der Krise verstärkt darauf achten zu wollen, regionale Produkte und lokale Händler zu unterstützen.

Sparlaune nicht in Sicht

Ein großes Comeback von Sparern ist derzeit noch nicht in Sicht. Die meisten Befragten schätzen ihre zukünftigen Konsumausgaben ähnlich denen vor Corona ein. Freuen dürfen sich Restaurants und Bars: Nach der Isolation zu Hause planen die befragten ihre Ausgaben für das Essen und Trinken außer Haus zu steigern. Verlierer der Krise ist laut den Befragten die Tourismusbranche. Wohl aufgrund der unklaren Situation sowie der nicht vorhandenen Planbarkeit schätzen die Befragten, dass sie Ihre Ausgaben für Urlaube und Reisen vorerst verringern werden. Auch der Kauf von Elektronik oder anderen kostspieligeren Anschaffungen wird vorerst verschoben.

Urlaubsplanung on hold

Die Planung als auch Buchung des kommenden Sommerurlaubs verschiebt die Hälfte der Befragten vorerst. Pessimismus herrscht aktuell vor allem bei Flugreisen.: Knapp 70 Prozent glauben nicht daran, dass eine Fernreise oder ein Urlaub innerhalb Europas mit dem Flugzeug in diesem Sommer möglich sein wird. Auch an einer Autoreise im Sommer innerhalb Europas zweifelt die Hälfte der Befragten.
50 Prozent der Befragten denken sogar, dass sie erst wieder 2021 uneingeschränkt im In- und Ausland reisen können. Jeder 9. Befragte ist noch pessimistischer und glaubt erst an entspannte Urlaube im Jahr 2022. Gewinner der Krise könnte langfristig also der Deutsche Tourismus sein.

Problemlöser-Werbung fällt positiv auf

Problemlöser in der Krise mit entsprechenden Spots, wie beispielsweise Edeka, Rewe, die Sparkassen oder McDonald’s, fallen auf und werden als besonders glaubwürdig und ansprechend wahrgenommen. Gleichzeitig würden sich 55% aber auch wieder über etwas Normalität freuen.

Doch nicht alles negativ – Corona bringt auch Vorteile mit sich

Trotz der vierten Woche in der Isolation, sehen die Befragten noch positives an der aktuellen Lage: Entschleunigung, eine blitzblanke Wohnung, die zwingend notwendige Digitalisierung und das intensivere Miteinander trotz räumlicher Distanz sind nur einige der positiven Punkte, die die Befragten aus der Corona-Krise ziehen.

 

HAVAS MEDIA CORONA MONITOR WELLE 4 

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