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Havas Media Corona Weihnachtsmonitor: Im 2. Lockdown verändert sich wieder alles

Lange sah es nach Normalität aus. Die Mediennutzung ging zurück, das Konsumverhalten wirkte wie gewohnt. Zweiter Lockdown und alles verändert sich wieder: Wir sehen Anstiege nicht nur beim Homeoffice und TV Konsum sondern auch in verschiedenen Interessensbereichen. Eines hat sich aber nicht geändert: Sehnsucht. Die Deutschen haben Reisepläne und viel Nachholbedürfnis.

 

 

Frankfurt, 10. Dezember 2020

Inmitten des zweiten Lockdowns untersucht der Havas Media Corona Monitor in der Vorweihnachtszeit mit einer 11. Befragungswelle erneut, wie sich das Verhalten und die Stimmung der Deutschen verändert. Die Weihnachtswelle der repräsentativen Onlinebefragung von 500 Menschen zwischen 14 und 69 Jahren geht dabei sowohl auf das Mediennutzungsverhalten, das alltägliche Konsumverhalten als auch auf die allgemeine Stimmung der Bevölkerung ein. Die Befragung durch respondi erfolgte vom 1. bis zum 3. Dezember 2020.

Nachfolgend erhalten Sie eine Zusammenfassung der Erkenntnisse der elften Befragungswelle. Der vollständige Havas Media Corona Monitor steht Ihnen auf unserer Website zum Download zur Verfügung.

TV und Radio profitieren abermals vom Lockdown – vor allem wegen des steigenden Informationsbedürfnisses der Deutschen.

Im zweiten Lockdown steigt die Nutzung über alle Medien hinweg erneut an. Dabei scheinen TV und Radio erneut die großen Gewinner des „zu Hause Bleibens“ zu sein. Die Mediennutzung verzeichnet einen Anstieg um 23% für TV und sogar um 82% für Radio im Vergleich zur Oktoberbefragung. Die aktuelle Lage mit der häufigen Anpassung der Corona Regularien führt zu einem steigenden Informationsinteresse – und das insbesondere bei den Älteren. 80 Prozent der 50 bis 69 Jährigen informieren sich mindestens ein- bis zweimal am Tag. Über alle Altersgruppen hinweg, sind es im Vergleich 54 Prozent der Befragten.

Während sich Nachrichten allgemein wieder mehr nachgefragt werden, lenken sich die Männer in der Vorweihnachtszeit mit Sport ab (+33% im Vergleich zur 10. Welle). Dagegen lenken Filme und Serien eher Frauen (57%) und vor allem die 14- 29 Jährigen (62%) in der Zeit vor Weihnachten vom Corona Alltag ab.

Hoffnung in der Werbung kommt an

In den Nachrichten gibt es wenig Positives zu berichten, so gefällt Werbung, die Hoffnung und Zuversicht auf eine bessere Zukunft macht. Menschlichte Nähe, ist das was man sich aktuell wünscht – wird das in der Werbung richtig aufgegriffen berührt es die Konsumenten.

Die Jungen hören Podcasts zur Unterhaltung, die Ü30er für News & Politik

Unter den 14-29 Jährigen ist im zweiten Lockdown der Konsum von Podcasts deutlich angestiegen: Jeder dritte hört jetzt intensiver Podcasts als zuvor und jeder zehnte lauscht seinen Lieblingspodcasts sogar mehr als vier Stunden pro Woche. Motivation Nummer 1. Ist auch hier die Unterhaltung. Die über 30-jährigen Hörer, bevorzugen dagegen Podcasts aus dem Genre Nachrichten & Politik und Wissen.

Ebenso unterschiedlich wie die bevorzugten Genres ist die Einstellung und Akzeptanz zu Werbung. Podcast-Hörer über 50 finden diese vor allem störend, die jüngeren Zuhörer dagegen informativ, unterhaltsam und vor allem glaubwürdig.

Steigende Bildschirmzeit weckt Verlangen nach offline Momenten

45 Prozent der Befragten sagen, dass sich die Zeit, die sie vor einem Bildschirm verbringen, durch Corona stark erhöht hat. Inmitten dieser digitalisierten Welt steigt daher wieder die Relevanz von Büchern und Zeitschriften – Haptik ist wieder en vogue. 24 Prozent der befragten Bücherfans lesen seit Beginn der Pandemie wieder vermehrt auf Papier anstatt auf E-Readern und Co.

Konsumausgaben sind geprägt von Sehnsucht nach Gastronomie, Kultur & Urlaub

Seit Beginn der Havas Media Corona Studie waren die geplanten Konsumausgaben für die Zeit nach der Pandemie stabil, doch plötzlich zeichnet sich ein Nachholbedarf in gerade den Bereichen ab, die aktuell nicht nutzbar sind: Gastronomie, Kultur und Tourismus. Für den Winterurlaub sehen die meisten Befragten jedoch schwarz. Aktuell boomt das Onlinegeschäft und auch Social Commerce gewinnt an Bedeutung. Nur 55 Prozent der Befragten wollen vor Weihnachten noch Geschäfte besuchen: Allen voran wieder einmal Bekleidungsgeschäfte, gefolgt vom Elektromarkt, Baumarkt und der Buchhandlung.

Weniger Geschenke als im Vorjahr, die aber überwiegend online geshoppt

Ein Viertel der Befragten macht im Krisenjahr weniger Geschenke. Diese werden aber in diesem Jahr deutlich häufiger überwiegend online geshoppt. Interessant dabei, dass der Quotengarant Kleidung in der Vorweihnachtszeit online stark einbüßt – stattdessen wird mehr Elektronik online bestellt. Die Inspirationsquellen für die diesjährigen Weihnachtsgeschenke sind vielfältig: Gespräche mit Freunden und der Familie oder die Suche im Internet sind für die Mehrheit der Befragten ein guter Anlaufpunkt für Ideen zum Weihnachtsfest. 43 Prozent der 14 bis 29-jährigen lässt sich auf Social Media inspirieren und auch Blogs werden gerne zur Hilfe herbeigezogen. Die Älteren lassen sich dagegen mehr von allgemeiner Werbung im Fernsehen und Radio beeinflussen und stöbern gerne durch Kataloge und Prospekte. Haptik spielt auch bei Geschenken eine wichtige Rolle, Gutscheine und Abos sind weniger gefragt als etwas zum Anfassen – sowohl was die Wünsche als auch Pläne zum Verschenken angeht.

Lockdown-Frust: weniger Dates, dafür aber mehr Schokolade

Die Deutschen versuchen sich den zweiten Lockdown mit den schönen Dingen im Leben angenehmer zu gestalten. Es gilt: Im Lockdown wird genossen und gegessen. Freuen darf sich vor allem die Schokoladenindustrie: 40 Prozent der Befragten geben an, dass sie aktuell mehr Schokolade essen. Aber auch der Kaffeekonsum ist bei 36 Prozent angestiegen. Die Zeit zu Hause steht aber nicht nur für mehr Schokolade, Kuchen, Eis und Wein: 43 Prozent der Befragten nehmen sich mehr Zeit zum Kochen. So lenkt man sich ab vom Alleinsein, Existenzängsten und Problemen in der Partnerschaft. Jeder Dritte fühlt sich aktuell häufig einsam, u.a. durch den geringeren Kontakt zu Freunden und Familie. Überraschend aber: Während im ersten Lockdown ein sprunghafter Anstieg bei der Nutzung von Dating-Portalen zu sehen war, herrscht aktuell stattdessen Zurückhaltung. Über die Hälfte der Befragten verzichtet aktuell komplett auf Dates. 26 Prozent der Jüngeren sehen in dieser Zeit aber Videodates als Alternative.

Stärkung des Immunsystems als neue Priorität Nr. 1

Das Immunsystem hat in diesem Jahr einen zuvor ungeahnten Stellenwert. Die Befragten greifen bewusst zu gesunder Ernährung, Sport und Bewegung an der frischen Luft oder zu Nahrungsergänzungsmitteln, um in diesem Winter gesund zu bleiben. Diese Maßnahmen und die Maskenpflicht führen bei einem Drittel dazu, dass sie sich dieses Jahr weniger krank fühlen. Eine glückliche Fügung, da die Hälfte der Befragten versucht Arztbesuche zu vermeiden. Selbst akuten Schmerzen und Krankheiten sind nur für jeden Dritten wichtig genug, um einen Arzt aufzusuchen.

 

HAVAS MEDIA CORONA WEIHNACHTSMONITOR

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