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Traineeprogramm bei Havas Media: Spezialisten mit Weitblick

Havas Media will die besten Talente mit einem aufwendigen Traineeprogramm langfristig überzeugen. Dazu schickt die Mediaagentur die Teilnehmer unter anderem 9 Monate ins Ausland. Neben dem Geschäftsführer Havas Digital Jörg Manthey schildern drei Nachwuchsvertreter, worauf es bei dem Traineeprogramm ankommt.

Havas Media hat das Problem erkannt, nach einer Lösung gesucht, Maßnahmen definiert und sie umgesetzt. Diesmal geht es allerdings nicht um eine Mediastrategie für ein Unternehmen X, sondern ums eigene Wohlergehen. Denn wie ihre Wettbewerber, hat die Frankfurter Mediaagentur mit ihrem Arbeitgeberimage zu kämpfen, das bei Absolventen, wenn überhaupt vorhanden, nicht immer das beste ist: Schließlich spielen Themen wie Mediaberatung und -planung in ihrem Studium meist nur eine untergeordnete Rolle. Und sollte sich ein Talent doch für einen solchen Job interessieren und dazu recherchieren, stößt es auf nüchterne bis trockene Berichte über Big Data und Insiderdebatten um Rabatte und Kickbacks. Orientierung verschafft das nicht. Kein Wunder also, dass die Mediaagenturen seit Jahren verstärkt in Maßnahmen zur Gewinnung und Bindung von Mitarbeitern investieren.

Ein wichtiger Baustein in der Strategie zur Mitarbeiterbindung von Havas Media ist das Traineeprogramm Media/Digital, das die Mediaagentur seit drei Jahren anbietet. „Der Kampf um die besten Talente im digitalen Markt wird immer härter, daher bindet Havas Media vor allem junge Digitalspezialisten mit dem Programm an sich und fördert sie“ , sagt Jörg Manthey, Director Digital bei Havas Media Germany. Wie wichtig das Programm für das Unternehmen ist, zeigt auch die Summe, die Havas Media dafür ausgibt: Nach Angaben der Agentur lässt sie sich jeden der jährlich maximal sechs Trainees etwa 95.000 Euro kosten. Die Summe umfasst Gehalt sowie die Kosten für Reisen und Unterbringung, die während der 30 Monate dauernden Ausbildung für die verschiedenen Auslandsaufenthalte anfallen.

HAVAS MEDIA

Im aktuellen Compitch-Report des Pariser Instituts Recma liegt Havas Media in Deutschland auf Rang 4 hinter Mediacom, Zenith Optimedia und Initiative. Von den weltweit 15.000 Beschäftigten des Medianetzwerks arbeiten mehr als 200 am Standort Frankfurt, davon über 30 Prozent Digitalspezialisten. Zum Portfolio der Agentur gehören neben digitaler Mediaplanung auch strategische Beratung und Kommunikationsplanung, Tracking- und Technologieberatung, Research und Analytics.

In Deutschland aufgesetzt und gesteuert, integriert das Traineeprogramm Stationen in Büros des internationalen Media-Netzwerks in den USA (New York, Boston, Chicago), Chile (Santiago de Chile), Großbritannien (London), Frankreich (Puteaux/Paris) und Spanien (Barcelona, Madrid). In Zukunft sollen die Trainees zudem die Möglichkeit haben, in den Offices in Dubai, Amsterdam, Warschau und Buenos Aires einen Teil ihrer Ausbildung zu verbringen. Insgesamt neun Monate stehen ihnen dazu nach einer ersten sechsmonatigen Station in Frankfurt während der anderthalbjährigen Laufzeit der Traineeship zur Verfügung. Die Internationalität des Programms kommt beim Nachwuchs gut an: „Die Auslandsaufenthalte, die wir in die Traineeship integrieren, sind ein Zugpferd bei der Rekrutierung der Kandidaten“, erzählt Havas-Media-Chef Manthey. Viele Bewerber würden zudem die überdurchschnittliche Dauer als Indiz dafür werten, dass Havas Media tatsächlich in die Aus- und Weiterbildung seiner Mitarbeiter investiert.

Profitieren sollen davon aber nicht nur die Trainees. Sie sind vielmehr angehalten, ihr Wissen über die anderen Märkte und Arbeitsweisen zu ihrer Basisstation in Frankfurt mitzubringen. „In die Büros im Ausland gehen unsere Trainees, um etwas zu lernen auch andere Dinge als Mediaberatung. In New York können sie beispielsweise beim Search-Spezialisten unseres Netzwerks Station machen. Für uns ist es aber auch unglaublich wichtig, dass sie ihr dort erlerntes Wissen wieder in die Frankfurter Agentur tragen“, sagt Manthey.

Ziel ist es, Mediaspezialisten heranzuziehen, die zwar einen digitalen Schwerpunkt in ihrer Ausbildung gesetzt, aber gleichzeitig viele verschiedene Disziplinen kennengelernt haben. Im Online-Bereich findet die Ausbildung in vielen Agenturen und Unternehmen immer noch in stark segmentierten Silos statt. Dies entspricht aber nicht der Kommunikations-Realität der Menschen. „Havas Media/Digital überwindet mit dem Traineeprogramm diese Barrieren“, sagt Manthey. Das sei aber nur mit einem entsprechenden Aufwand wie seinem 30-monatigen Programm möglich, ist sich der Agenturchef sicher: Schließlich ist Media ein unglaublich komplexes Geschäft, von dem die wenigsten Absolventen etwas wissen.

Sabrina Gerber: „Auf die andere Seite schauen“

Wie bei ihrem Traineekollegen Mirko Auferkamp war auch für Sabrina Gerber die Internationalität des Traineeprogramms ausschlaggebend für die Bewerbung. Zwei jeweils dreimonatige Stationen hat sie seit August 2012 in New York und Santiago de Chile absolviert. Begeistert hat sie dabei vor allem die Möglichkeit, sich auszutauschen mit den Kollegen im Ausland, die ähnlich, aber doch anders arbeiten sowie den Kollegen in Deutschland, die immer ein offenes Ohr haben, nicht nur für die Infos aus den anderen Offices, sondern auch für Fragen im Alltag . Dass das so ist, hatte Gerber gar nicht erwartet, als sie nach einem Marketing-Praktikum mal auf die andere Seite bei einer Agentur schauen wollte.

Mirko Auferkamp: „Gefördert und gefordert“

Seit August vergangenen Jahres ist Mirko Auferkamp, 25, bei Havas Media als Trainee beschäftigt. Einen Auslandsaufenthalt hat er bislang in London absolviert, bei dem er sich den Arbeitsgebieten Mobile und Social Media widmen konnte. Auch einen Teil seines Studiums hat er im Ausland, in Rennes in Frankreich, absolviert und damit dafür gesorgt, dass er die Einstellungsvoraussetzung, zusätzlich zu Englisch mindestens eine weitere Fremdsprache fundiert zu beherrschen, mitbringt. Zurück in Frankfurt konnte er sich zunächst über gutes Feedback und daraus resultierend über erste eigene Kunden freuen. Ich werde in dem Traineeprogramm gefördert, aber auch gefordert. Das gefällt mir sehr gut , sagt Auferkamp.

Eva Schwarzmann: „Das ist, was ich wollte“

Data Analytics in London, Search Engine Marketing in Boston und Mobile in Paris nach diesen drei Stationen als Trainee der ersten Generation des Programms arbeitet Eva Schwarzmann seit Januar 2014 als Media Planner im Havas Planning Team in Frankfurt. Mein aktueller Job ist genau das, was ich wollte , erklärt die 27-Jährige. Für das Havas-Programm hat sie sich Mitte 2011 entschieden, weil sie nach dem Blick auf andere Angebote überzeugt war, dass die Dauer von 30 Monaten und die darin enthaltenen neun Monate im Ausland eine so breite Ausbildung ermöglichen, wie es im Arbeitsgebiet Media nötig ist . Damit hebe sich das Traineeprogramm von Havas Media deutlich von anderen ab.